Tag der Lehre mit neuem Besucherrekord - Einweihung des «Learning Studios»

Am vergangenen Montag fand der «Tag der Lehre» nun bereits zum dritten Mal statt – mit weiter wachsenden Besucherzahlen, wie der Prorektor Studium und Lehre, Prof. Dr. Lukas Gschwend, in seinem Grusswort freudig bekannt gab. Der Tag der Lehre bietet Dozierenden, Studierenden und Verwaltungsmitarbeitenden der HSG eine Plattform für Diskussion und Austausch rund um das Thema innovative Lehre.

Auch externer Input ist willkommen: So konnte in diesem Jahr Dr. Karin Vey vom Zürcher THINKLab IBM zu einem Vortrag über künstliche Intelligenz gewonnen werden. Sie demonstrierte eindrücklich, welche Potenziale aber auch Risiken diese für unser Leben, Forschen und Lernen mit sich bringt. Im Zusammenspiel mit künstlichen Intelligenzen werden sich auch die Kompetenzen verändern, die von Universitäten und Absolventen gefordert werden – fundamentale IT-Skills, Reflexion der sozialen, ökonomischen und ethischen Auswirkungen von Technik, kritisches Denken, Empathie und nicht zuletzt 'Artistic Intelligence'.

Dieser Herausforderung ist sich die HSG bewusst; ein Zertifikatsprogramm «Certificate in Data Science Fundamentals» unter der Leitung von Prof. Dr. Johannes Binswanger wird zum HS 2017 erstmals angeboten. Dieser diskutierte im anschliessenden Panel gemeinsam mit Dr. Karin Vey und Felix Seyfarth, der für den erkrankten Dr. Scott Loren eingesprungen war, wie innovative Lehre im Jahr 2025 aussehen könnte. Die Möglichkeit für Fragen aus dem Publikum wurde rege genutzt: Kritische Anmerkungen und Anregungen aus der eigenen Lehr- und Lernerfahrung bereicherten die Diskussion und boten zugleich den Referierenden manche Herausforderung.

Prof. Dr. Vito Roberto stellte in seinem Vortrag «Qualität trotz Masse»ein Konzept vor, das sein Lehrstuhl für die grosse Assessment-Vorlesung Privatrecht entwickelt hat. Neu konzipierte Lehrmittel und -formen haben zum einen die Prüfungsresultate der Studierenden verbessert, zum anderen private Anbieter von Lernmaterialien und Repetitorien vom Markt verdrängt.

Auch Prof. Dr. Matthias Söllner ging der Frage nach, wie die Qualität von sehr grossen Veranstaltungen verbessert werden kann, ohne für den betreuenden Dozenten zur Belastungsprobe zu werden. In seinem Vortrag «IT-gestütztes Peer Assessment in Massenveranstaltungen» erläuterte er, wie gegenseitiges Feedback von Studierenden genutzt werden kann, um Lernerfolg sicherzustellen.

Eric Taranini als Vertreter der Studentenschaft berichtete schliesslich aus Sicht der Lernenden, was diese von innovativer Lehre erwarten. Die Perspektive der Studierenden wird bei der Entwicklung neuer Lehr- und Lernformen massgeblich berücksichtigt und ihr kritisches Feedback ist jederzeit willkommen, betonte Jacqueline Gasser-Beck, Leiterin des Teaching Innovation Lab an der HSG.

Zum Ende des Tages der Lehre fand eine Tour durch das neue «Learning Studio» statt. Dieses wurde während der Weihnachtspause im 2. Stock des Lehrraumprovisoriums (Raum 23-204) eingerichtet und pünktlich für das Frühjahrssemester fertiggestellt. Statt der üblichen weiss/grauen Nüchternheit erwartet die Studierenden und Dozierenden ein farblich freundlich gestalteter Lehrraum, der zahlreiche Möglichkeiten zur Interaktion bietet.

Der Raum fungiert als Pilotlehrraum und wird während des Semesters von den Dozierenden, Studierenden, dem Hausdienst sowie dem AV-Support-Team evaluiert. Dozierende sollen künftig nicht nur einen technisch gut ausgestatteten Lehrraum vorfinden, sondern sollen auch die Möglichkeit haben, den Lehrraum ihrem individuellen didaktischen Konzept anzupassen. Der Pilotlehrraum schafft mit flexiblem Mobiliar eine optimale Grundlage um neue interaktive Lehre zu testen. Der Lehrraum soll sich der Unterrichtsform anpassen. In wenigen Minuten kann das Learning Studio umgestellt werden. Die Tische und Stühle sind erhöht um eine aktive Körperhaltung zu fördern und unterstützen. Diese wiederrum soll die Kollaboration und Interaktion im Lehrraum fördern. Die Wände des Raumes sind beschreibbar und sollen so zur Kreativität anregen. Mittels zwei Trennvorhängen lässt sich der Raum in einzelne Zonen aufteilen, sodass sich Gruppen ihren Bedürfnissen entsprechend einrichten können. Neben der traditionellen technischen Ausstattung besteht auch die Möglichkeit ein interaktives Präsentationssystem zu nutzen.

Falls Sie Interesse haben, im Learning Studio zu unterrichten, dürfen Sie sich gerne mit uns in Verbindung setzten!

Interviews zum Tag der Lehre 2017

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